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Bausteine
Beispiele

simcron MODELLER - Bausteinkasten

Die folgenden Ausführungen sollen einen kurzen Überblick über die Bausteine des simcron MODELLER und deren Eigenschaften geben. Erläutert wird die grundsätzliche Verwendung der Bausteine zur Modellierung von Fertigungssystemen bzw. zeitdiskreten Systemen mit vergleichbaren Eigenschaften, ohne dabei jedoch auf die konkrete Bedienung einzugehen.

Stationen

Baustein Maschine     Baustein Warteschlange

Jedes Fertigungssystem besteht aus einer Menge von Stationen, die ihrerseits Ressourcen bereitstellen, die während des Fertigungsprozesses in unterschiedlichem Maß in Anspruch genommen werden. Dazu gehören: Personal, Maschinen, Arbeitsstunden, Energie, Verbrauchsmaterial usw. Da einige Ressourcen nur begrenzt zur Verfügung stehen und verschiedene, gleichzeitig im System befindliche Fertigungsaufträge zueinander in Konkurrenz stehen, entsteht das eigentliche Problem der Ablaufplanung.

Der simcron MODELLER bildet nicht alle denkbaren, sondern nur zeit- und raumbezogene Ressourcen in Gestalt von Maschinen und Warteschlangen ab. Der entscheidende Unterschied zwischen einer Maschine und einer Warteschlange besteht darin, dass von einer Maschine Arbeitskapazität von einer Warteschlange jedoch im Allgemeinen nur Kapazität angefordert werden kann. D.h., alles, was mit Lagern zusammenhängt, wird durch Warteschlangen-Bausteine und alles, was mit Arbeitszeit zusammenhängt, durch Maschinen-Bausteine abgebildet. Spezielle Bausteine für Transport oder Personal gibt es nicht, da sie in diesem Verständnis ebenfalls nur zeit- und raumbezogene Ressourcen bereitstellen.

Der Job

Baustein Job

Der Job tritt als Verbraucher von Ressourcen auf. Im Allgemeinen steht er für das Produkt, also den eigentlichen Gegenstand des Fertigungsprozesses. Auf die Bezeichnungen "Fertigungsauftrag", "Produkt" oder ähnliches wurde aber bewusst verzichtet, um eine unnötige Einengung auf diese Objekte zu vermeiden.

Soll z.B. eine Maschine umgerüstet werden, so wird dafür Arbeitskapazität (Maschinenzeit) benötigt, was ebenfalls durch einen Job abgebildet werden kann. In diesem oder ähnlichen Fällen hat der Job nichts mit einem Produkt gemeinsam, außer dem Zeitverbrauch.

Oder ein anderes Beispiel: In einem Supermarkt steht eine bestimmte Anzahl von Einkaufswagen zur Verfügung. Jeder dieser Einkaufswagen kann durch einen Job dargestellt werden, der zu Beginn in einer Warteschlange steht. Der Kunde (ebenfalls ein Job) entnimmt beim Betreten des Supermarktes einen Einkaufswagen und stellt ihn nach erfolgtem Einkauf wieder zurück in die Warteschlange. An diesem Beispiel wird auch deutlich, dass Personen sowohl als "Maschinen" abgebildet werden können als auch als "Jobs". Es hängt ganz davon ab, ob die betreffende Person im Prozess Ressourcen anbietet (z.B. Arbeitszeit) oder verbraucht.

Steuerung

Baustein Technologie     Baustein Verzweigung     Baustein Stochastik     Baustein Zeitplan     Baustein Methode

Wenn auch die Definitionen für Ressourcen-Bausteine oder Jobs sehr unterschiedliche Bedeutungen zulassen, so weisen sie doch eine Gemeinsamkeit auf: In den meisten Fällen haben sie eine gegenständliche Entsprechung in der Realität. Im Gegensatz dazu sind die Regeln, nach denen ein Fertigungsprozess gesteuert wird, unsichtbar. Sie befinden sich in den Köpfen der handelnden Personen, in den EDV-Programmen oder in den Schaltschränken der Maschinen. Häufig sind diese Regeln nicht einmal vollständig bekannt. Im täglichen Arbeitsablauf geschieht vieles aus Intuition heraus, ohne dass die Entscheidungsregeln je niedergeschrieben worden sind. Genau das ist aber notwendig, um ein Simulationsmodell aufbauen zu können, welches die Realität wenigstens annähernd widerspiegeln soll.

Um die Modellierung der Steuerung zu erleichtern, werden verschiedene Bausteine bereitgestellt. D.h., in einem simcron-Modell wird die Steuerung teilweise sichtbar - ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn es darum geht, Prozesse zu optimieren oder neu zu organisieren. Die folgenden Bausteine stehen zur Verfügung:
 
  • Technologie - 
Arbeitspläne oder technologisch bedingte Arbeitsgangfolge
  • Verzweigung - 
Alternative technologische Abläufe
  • Stochastik - 
Modellierung stochastischer Eigenschaften
  • Zeitplan - 
Geplantes Ein- und Ausschalten von Maschinen oder Warteschlangen
  • Methode - 
Programmierte Steuerung